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Chiesa di S. Maria della Quercia
Stemma di Paolo III |
Die Tuscia wird als
Ursprungsgebiet der Familie Farnese betrachtet; von hier aus begann der
schnelle und ruhmvolle Aufstieg zur Macht über Italien und über Europa
dieses ruhmreichen Geschlechts, beginnend mit der Ernennung von Paolo
III zum Papst. Es war sicherlich Papst Paolo III, der den Grundstein zur
Förderung der Kultur legte, der die Familie Farnese als eine der
größten Mäzene von Literaten, Künstlern und Musikern auszeichnete.
Hieraus zog die Tuscia Vorteile, ebenso wie Rom, Parma und Piacenza.
Obwohl das Schloß von Caprarola und das tragische Schicksal von Castro
wohlbekannt sind, zumindest bei Historikern und aufmerksamen Touristen,
spielt die farnesianische Tuscia bei Studien und Initiativen über
dieses berühmte Adelsgeschlecht meistens eine untergeordnete Rolle.
Hieraus entstand die Idee einer Ausflugsroute mit farnesischen
Sehenswürdigkeiten in der Tuscia zusammenzustellen, die erlauben soll
die Tuscia mit den Farnese wieder zu entdecken: eine Einladung der
Farnese also, in ihr Herkunftsland, an die Orte, an denen dieses
Geschlecht zur Macht,zum Einfluß und zum Prestige kam, wo es immer
wieder zurückkehrte, auch wenn die Geschichte ihr Augenmerk mehr nach
Emilia, sowie Belgien, Frankreich und Spanien richtete. Die Tuscia ist
reich an Festungen, Palästen, Burgen und Denkmälern, entstanden
aufgrund der Macht der Farnese. Diese werden bereichert durch die
Schönheit in einer noch unberührten Natur - man denke an die Insel
Bisentina im Bolsenasee und an die Denkmäler einer glorreichen
Vergangenheit von den etruskischen Nekropolen bis hin zu den antiken
mittelalterlichen Stadtzentren die eine unvergleichliche Gelegenheit
für einen Tourismus höherer Qualität bietet in kultureller,
naturverbundener, thermaler und religiöser Hinsicht. .
"Aber die Farnese werden die Rechte und die Forderungen über das
Land von Castro noch für ein weiteres Jahrhundert behalten, in denen
ihre Vorfahren geboren wurden und als Ritter für die mittelalterlichen
Herren gekämpft haben, dort wo sie auf der Insel Bisentina im
Bolsenasee eine Kirche und ihr Grab errichteten, dort wo sie für sich
und ihre Nachkommen, die Borbonen aus Napoli, Königin Elisabeth aus
Spanien, die prächtige Villa Vignolesca von Caprarola bewahren werden,
als würde sie ihre Traditionen für die weiteren Jahrhunderte bewachen
"
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Viterbo
Fontana di piazza della Rocca |
Familie mit Ursprung in der Tuscia
und von longobardischer Herkunft, Herren des Grundbesitzes von Castro Farneti,
bekleiden die Farnese zwischen dem XII und XIII Jahrhundert militährische und
religiöse Ämter im Gebiet zwischen Orvieto und Tuscania. Im XIV Jahrhundert
schenkt ihnen der Kardinal Albornoz die Burg von Valentano als Dank dafür, daß
sie an der Seite der Kirche gekämpft haben. Ranuccio erhält in der ersten
Hälfte des XV Jahrhundert zahlreiche Ländereien im Westen des Bolsenasee, die
der Ausgangspunkt dieses kleinen Adels in der Tuscia sind. Aber die Macht der
Familie Farnese, die im XVI Jahrhundert zu einer der einflußreichsten in Europa
wird, ist Alessandro zu verdanken,der in Canino im Jahre 1468 geboren wurde und
eine enge Freundschaft zu Lorenzo und Giovanni dei Medici pflegte. Er beginnt
entgegen der miltärischen Tradition der Familie,eine geistliche Karriere und
wird im Jahre 1534 zum Papst ernannt mit dem Namen Paolo III. Ihm, einer der
größten Päpste der Neuzeit, verdankt man die Wiedergeburt der katholischen
Kirche mit dem lang erwarteten Konzil von Trento, mit der Annerkennung der
Jesusgesellschaft, die Zunahme der Tatini, Barnabiti, Somaschi, die
Reformversuche der antiken Orden und mit den ersten katholischen Missionen in
Amerika und im extremen Orient. Paolo III vergißt natürlich darüber nicht die
Festigung der Familie und weist seinem Sohn, den er vor seinen Gelübden und
seiner Weihung zeugte, die Herzogtümer von Castro, Parma und Piacenza (1545).
Nach dem Tod des Papstes (1549) kann die Familie Farnese noch für lange Zeit
auf wichtige Personen zählen: wie der Kardinal Alessandro il Giovane, die
Herzoge Ottavio und Alessandro, bis zu dem Jahr 1649 als Castro , Hauptstadt des
gleichnamigen Herzogtums auf Befehl von Papst Innocenzo X Pamphili zerstört
wurde. Die Farnese verlieren auch Ronciglione, regieren aber noch Parma und
Piacenza bis zum Jahr 1731, in dem Herzog Antonio Farnese ohne jeglichen
direkten Nachkommen stirbt. Die Größe dieser Familie lebt aber in der
Geschichte von Europa genauso weiter wie die der berühmtesten italienischen
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